Das Pavillontheater präsentiert "Nonnenpoker" - 23. / 24. September

 

Brillantes Pavillontheater mit einem Hauch Hersfelder Festspiele

 

Fans des Pavillontheater Philippsthal wissen, dass sie bei den Vorstellungen auf ihre Kosten kommen. Die 1983 gegründete Laienspielgruppe, an dieser Stelle nochmals Gratulation zum Jubiläum, hat sich in 30 Jahren einen Namen gemacht und präsentierte mit „Nonnenpoker“ wieder eine wunderbar inszenierte Komödie.

 

Schon das liebevoll gestaltete Bühnenbild bot wieder einen tollen Anblick.

 

Sodom und Gomorra herrschen im Kloster Kreuzberg, wenn die Mutter Oberin es nicht sieht. Da wird geflucht, man frönt der Völlerei, hat Geheimnisse wie rote Unterwäsche und das Pokern. Was ausgerechnet eine Feststellung von Schwester Elisabeth ist, die immer ein Ass im Ärmel hat. Zeit haben die Nonnen viel, nachdem der kleinen Kapelle im maroden Kloster die Kirchenbesucher ausbleiben. Doch Schwester Lucys Ideen, mit einer Anmeldung bei Facebook und Versendung einer Einladung zum Gottesdienst, findet keinen Anklang. Früher war alles anders und besser findet Schwester Agathe. Da wurde auch noch der Zahnbelag mit Essig und Backpulver entfernt. Ganz zu schweigen vom Essen, was seit Schwester Eva-Marias Berufung zur Köchin nur noch ungewürzter Matschepampe gleicht.

 

Doch Gottes Wege sind manchmal unergründlich. Zwei kleine Italiener suchen eines Nachts Obdach bei den Schwestern und geben vor, vom Kloster-TÜV zu kommen. Doch was ist in ihrem Koffer? Warum tun die Zwei so geheimnisvoll? Die Nonnen kommen den beiden Gaunern bald auf die Spur, das etwas faul ist im Kloster und es sich in diesem Falle nicht um Eva-Marias Kochkünste handelt. Nachdem Schwester Lucy beide im Klosterkeller beim Strip-Poker und einer großzügigen Probe des Messweins bis auf die Unterhosen ausgezogen hat, verlieren sie im Weiteren auch noch den geldgefüllten Koffer an das „Kopftuchgeschwader“. Kurzes Glück für die Nonnen, denn dies ruft den Big Boss auf den Plan. Dessen Schwester keine andere als Mutter Oberin ist. Abgründe tun sich auf! Ein Pokerspiel muss entscheiden und (mit einem Ass im Ärmel) schlägt Royal Flash Full House.

 

Dank den Nonnen des Kloster Kreuzberg gelingt ein professioneller Schlag gegen die Mafia-Bosse!

 

Darsteller und Mitwirkende wurden durch die Gäste an beiden Vorstellungstagen mit stehendem und verdientem Applaus belohnt. Was es mit den Festspielen auf sich hat? Das Jackett von Eila Vogel trug diesen Sommer noch Charlotte Schwab in König Lear!