Winterzauberland 15. Januar 2017

Wir danken allen Künstlern, Gästen, Helfern und fleißigen Kuchenbäckerinnen für die gelungene Veranstaltung.

 

Bildergalerie des Kulturweckers

Werraland ist Winterzauberland

 

Stars der Schlager-Welt begeisterten wieder ihre Fans in der Philippsthaler Kreuzberghalle

 

Werraland ist Winterzauberland. In diesem Jahr passte das Wetter sogar: Draußen verwandelte starker Schneefall den Philippsthaler Schlosspark in eine zauberhafte Winterlandschaft.

In der warmen, rappelvollen Kreuzberghalle verzauberte die Schlager-Show „Winterzauberland“ im Auftrag des Vereins Kulturwecker wieder das Publikum. Hartmut Sell vom Kulturwecker und Bürgermeister Ralf Orth versprachen den über 500 Gästen ein stimmungsvolles Konzert. Und das war es auch.

 

Moderator und Star-Parodist Bert Beel bewies einmal mehr seine Wandlungsfähigkeit in Gesang und Darstellung. Von Marlene Dietrich, über Heinz Rühmanns „Ich brech´ die Herzen der stolzesten Frau´n“, Marika Röck, Ilse Werner, Johannes Heesters und Zarah Leander bis hin zu Hans Albers „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ reichte sein Repertoire. Als Dienstmann Hans Moser konnte er sich vorstellen „Eine Reblaus gewesen zu sein“. Das hätte Theo Lingen bestimmt nicht „Traurig, traurig“ gefunden. Als bunte Wuchtbrumme Trude Herr verlangte er laut „Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann.“ King Elvis war dann der Höhepunkt des Komödianten Beel.

 

„Musik ist ein reines Geschenk und eine Gabe Gottes, sie vertreibt den Teufel, sie macht die Leute fröhlich und man vergisst über sie alle Laster“, heißt es. Das bewiesen als erste die Botschafter des Liebesschlagers, das „Duo California“, mit dem Lied „Wenn die Sonne erwacht in den Bergen“, bevor sie sich weitermachten  „Auf der Suche nach Zärtlichkeit“. Eva Maria Pieckert intonierte stimmgewaltig „Viva la musica“ und war sich auch sicher „Die Welt ist wunderschön“. Betört war das Publikum genauso vom jungen Trompeter und Hornbläser Kevin Pabst, der nach Vico Torrianis „La Pastorella“ und Nino Rossis Welthit „Il silenzio“ frenetischen Applaus bekam. Gemeinsam mit dem Publikum sang er „Amen.“ Gospel pur.

 

Die Künstler der ersten Halbzeit schickten als Blues Brothers das Publikum in die Pause. Nicht, ohne dass sich auch noch jeder eine Maske der britischen Königsfamilie vors Gesicht hielt -  und Bert Beel war dabei natürlich Queen Elizabeth. In Pink.

 

Die seit Jahrzehnten international erfolgreiche und attraktive Dunja Rajter sang „Ich liebe das Leben“ und wünschte sich wie Hildegard Knef „Für mich soll’s rote Rosen regnen“. Die Auftritte der gebürtigen Kroatin treffen immer direkt ins Herz des Publikums. Entdeckt wurde Dunja Rajter seinerzeit vom Konzertagenten Horst Lippmann in Zagreb. Lippmann nahm sie mit nach Frankfurt am Main, wo er gemeinsam mit seinem Partner Fritz Rau von der Konzertagentur Lippmann+Rau, Dunjas beginnende große Karriere betreute.

 

Als Top-Act im Winterzauberland sang Schlager-Titan Bernhard Brink „Ich setze alles auf Sieg“ - und gewann damit selbstverständlich das Publikum. Ein Potpourri seiner bekanntesten Schlager aus der langen Karriere folgte, was seinen Abschluss in einem Lied aus seiner Zusammenarbeit mit dem Grafen von Unheilig fand. Gesanglich kraftvoll und körperlich dynamisch glänzte der überaus sympathische Star mit seinen Liedern. Vor seinem großen Auftritt sah man Brink im Foyer der Kreuzberghalle im lockeren Plausch mit Konzertgästen.

 

Während die Musikfans die Künstler auf der Bühne genossen, sorgte das Team des Vereins Kulturwecker wieder für einen reibungslosen Ablauf vor und hinter den Kulissen. Bevor der erste Schlagerstar die Bühne und seine Fans eroberte, ließ sich das Publikum mit selbstgebackenem Kuchen des Kulturweckers verwöhnen. Für die Künstler gab es am Ende der Show natürlich die Stracke, eine wurstige Erinnerung ans Werraland. So war Philippsthal ein schneeweißes und deftig-süßes Winterzauberland. Lang anhaltender Applaus. Und das Warten auf ein Winterzauberland 2018, die ersten Kartenreservierungen haben den Kulturwecker bereits erreicht.

 

Bilder und Text von Ludger Konopka